{"id":1606,"date":"2015-01-21T19:00:34","date_gmt":"2015-01-21T18:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mr-int.ch\/?p=1606"},"modified":"2015-01-25T14:01:48","modified_gmt":"2015-01-25T13:01:48","slug":"offener-brief-an-die-schweizer-burgern-und-deren-parlamentarischen-und-regierenden-vertretern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/?p=1606&lang=en","title":{"rendered":"Offener Brief an die Schweizer B\u00fcrgern und deren parlamentarischen und regierenden Vertretern."},"content":{"rendered":"<p><em>Sorry! I had this time to give preference to an important national language.<\/em><\/p>\n<p>Die Schweizer Nationalbank musste beschliessen, den Mindestkurs des Schweizer Franken aufzuheben. Es ist ein Zeichen, dass das Fest zu Ende gekommen ist.<\/p>\n<p>Weg ist die Illusion, dass die Schweizer Wirtschaft konkurrenzf\u00e4hig war, w\u00e4hrend sie eben von den Massenk\u00e4ufen von Devisen von der SNB in dieser Glaube gehalten wurde.<\/p>\n<p>Weg ist die Illusion, dass die Geh\u00e4lter, die Renten und andere Sozialleistungen in einem unver\u00e4nderlichen Stein geritzt sind. Eine feine Schicht von monet\u00e4rem Schutz konnte von der Erosion sch\u00fctzen, die nun lawinenartig anwachsen wird.<\/p>\n<p>Weg ist die Illusion, dass es normal ist, mehr als 4 Franken f\u00fcr ein Kaffee zu bezahlen, bestehend aus warmen Wasser und dem Extrakt von 5 g einer Commodity, die 4 Fr pro kg auf dem internationalen Markt kostet; oder dass Entrec\u00f4te 66 Franken pro kg kosten soll.<\/p>\n<p>Weg ist die Illusion, dass Immobilien gleichzeitig ein sicherer Hafen und eine gute Einkommensquelle sind.<\/p>\n<p>Weg ist die Illusion, dass der Staat sich erlauben kann, stetig die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Wirtschaft zu verschlechtern, weil es \u201eihr gut geht\u201c, und jede Art von Subventionen und weiteren Pfr\u00fcnden zu verteilen.<\/p>\n<p>Weg ist die Illusion des Politikers, sich entscheidungsf\u00e4hig zu halten, um eine Technologie als \u00fcberholt zu verurteilen, und eine andere zu jedem Preis zu bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Damit der Traum nicht zum Alptraum wird, muss man sofort aufwachen und sich in Schlachtordnung setzen.<\/p>\n<p>Die Unternehmen wissen, was sie zu tun haben: ihre Margen revidieren, sich g\u00fcnstiger versorgen, und weiter die Bed\u00fcrfnisse von ihren M\u00e4rkten analysieren, um ihre Angebote anzupassen. Das heisst, weiterhin auf Innovation auf allen Gebieten zu setzen. Aber solche Reaktion kann kaum kurzfristig erfolgen.<\/p>\n<p>Sie werden also w\u00e4hlen m\u00fcssen, die Geh\u00e4lter zu reduzieren oder die Anzahl von den Arbeitnehmern zu reduzieren. Man ist an die zweite L\u00f6sung gew\u00f6hnt, das ist die Arbeitslosigkeit, partiell oder ganz. Im Kontext dieser neuen Krise ist das keine gute L\u00f6sung, weil sie die F\u00e4higkeit verringert, Neuerungen einzuf\u00fchren und herzustellen, was \u00fcberhaupt nicht kaputt gemacht werden darf. Die Lohnk\u00fcrzung ist eines dieser Tabus, die niemand aufzugreifen wagt. Dennoch stellte eine Verminderung in der Gr\u00f6ssenordnung von 10 % fast alle Margen der exportierenden Unternehmen wieder her. Selbstverst\u00e4ndlich brauchte man dort eine wahre Gegenleistung, zum Beispiel eine signifikante Teilnahme der Angestellten an dem Eigentum des Unternehmens: Teilung der Wertsteigerung und Dividenden zwischen den Finanzleuten, den historischen Eigent\u00fcmern und den Akteuren der Wertsch\u00f6pfung. Die Gewerkschaften sind ideologisch dagegen, die Finanzleute glauben an die Exklusivit\u00e4t ihrer Forderungen, die Eigent\u00fcmer glauben an ihre Unabh\u00e4ngigkeit: diesen Illusionen sollen endlich verschwinden. Jedes Unternehmen kann dar\u00fcber sehr schnell verhandeln, kein Gesetz ist notwendig. So etwas geh\u00f6rt auch zur Innovation.<\/p>\n<p>Gr\u00f6sstenteils sind die Einwohner der Schweiz Mieter. Ihre Mieten sind nicht gesunken, obschon die Zinss\u00e4tze am tiefsten sind. Es ist ebenso Zeit, dass das auch sich \u00e4ndert. Eine Mietreduktion von 20 bis 30 % sollte m\u00f6glich sein. Die Immobilie ist ein sicherer Hafen, jedoch darf man nicht gleichzeitig erwarten, davon eine hohe Rendite zu bekommen. Es wird schwer sein, das auf kurze Frist zu realisieren, es muss aber kommen.<\/p>\n<p>Auf allen Niveaus sollen Gemeinde, Kantone, Bund, und weitere staatliche Institutionen und Versicherungen ihr \u201eService public\u201c den Turbulenzen anpassen, ihre invasive B\u00fcrokratie reduzieren und sich enthalten, ausser den absoluten Notwendigkeiten einzugreifen. Die Regierenden sollen die Hand auf ihren Verwaltungen zur\u00fccknehmen. Erste Massnahme: von drei Abg\u00e4ngen (Pension, oder sonst) soll maximal eine neue Einstellung stattfinden. Sofort machbar, es gen\u00fcgt, es zu wollen.<\/p>\n<p>Die phantasmagorischen Programme zur Rettung des Planeten und zur Energiewende sind sofort zu stoppen. Weil diese Programme nutzlos, kontraproduktiv und sch\u00e4dlich sind.<\/p>\n<p>Nutzlos: es ist leicht zu zeigen, dass die menschliche Aktivit\u00e4t nur zu einem kleinen Teil zur Erw\u00e4rmung beitr\u00e4gt, von der man sogar nicht weiss, ob sie sch\u00e4dliche Folgen h\u00e4tte. Warum also, beharren, die Emissionen von CO2 um jeden Preis zu reduzieren, w\u00e4hrend die Weltwirtschaft von der Energie abh\u00e4ngt, um sich entwickeln zu k\u00f6nnen. Die Atomkraftwerke liefern in der Schweiz 40% der Strombed\u00fcrfnisse. Eine j\u00fcngste Meinungsumfrage zeigt, dass eine bedeutende Mehrheit der Bev\u00f6lkerung (77 %) denkt, dass sie sicher sind. Das ist die \u00f6ffentliche Meinung, sehr entgegengesetzt zur ver\u00f6ffentlichen Meinung. Warum denn ihre Obsoletheit vorprogrammieren? Um jede Fachkompetenz zu verlieren und sich des Auslands f\u00fcr die Zukunft dieser Technologien abh\u00e4ngig zu machen?<\/p>\n<p>Kontraproduktiv: die Erstellung einer Kohlenstoffbilanz braucht Intelligenzen, welche f\u00fcr nichts anders als solche unbedeutende Themen gewidmet werden, w\u00e4hrend diese Intelligenzen sich zu wahren Fortschritten orientieren sollten, eher als im R\u00fcckspiegel zu blicken. Wind und Photovoltaik auf jeden Kosten f\u00f6rdern, wird nicht vermeiden, dass diese Energien nicht in der Lage sind, eine stetige und kosteng\u00fcnstige Stromlieferung anzubieten. Daf\u00fcr muss man Lagerung oder Extrakapazit\u00e4ten installieren, die nicht mehr zur Verf\u00fcgung stehen werden, wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Und das zu mehr als doppelten Kosten um so oder so, wie vorher, 220\/380V unter 50 Hertz in der Steckdose zu bekommen. Kein wahrer Fortschritt, keine F\u00f6rderung!<\/p>\n<p>Sch\u00e4dlich: zuerst sind sie sch\u00e4dlich f\u00fcr den gesunden Menschenverstand, wegen fehlender Rechtfertigung. Man k\u00f6nnte sich sagen, dass so etwas unwichtig ist, und dass die skurrilsten Dummheiten demokratisch angenommen werden d\u00fcrfen. Dabei vergisst man, dass am Ende, als der Wecker klingelt und wenn der gesunde Menschenverstand zur\u00fcckkehrt, die Rechnung umso gesalzter ist. Meiste Anstrengungen und Zeit, welche diesen Programmen gewidmet werden, bestehen um Verhandlungen \u00fcber wer welche Vorteile auf Kosten von wem bekommen soll. Diese \u201eSubventionitis\u201c und die staatliche Schutzgelderpressung geben sich daher in Herzen Freude hin. Es ist eben ein Skandal der Entwicklung unseres politischen Systems, das niemand korrigieren m\u00f6chte, weil jeder glaubt, ein kleines Interesse daraus auszuziehen, \u201ele grain \u00e0 moudre\u201c wie die Gewerkschaftler sagen. Wenn diese Krise nur erlaubte, diese Brut zu stoppen, w\u00e4re sie dann schon sehr vorteilhaft gewesen.<\/p>\n<p>Das CO2 Gesetz vom 23. Dezember 2011, mit ungenauen Zielen, perversen Mitteln, und anz\u00fcglichen Modalit\u00e4ten, muss also aufgehoben werden. Und man muss sich hindern, weitere Verpflichtungen in internationalen Gremien einzugehen.<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung des Pakets Energie2050 des Bundes muss auch gestoppt werden. Die Abstimmung \u00fcber die \u00ab\u00a0Atomausstiegsinitiative \u00a0\u00bb sollte so bald als m\u00f6glich stattfinden, ohne Gegenprojekt, damit die demokratische Antwort klar und deutlich sein wird. Dann wird man alle Zeit haben, um eine Energiestrategie zu bestimmen, welche erlaubt, weniger von fossilen Treibstoffen abzuh\u00e4ngen, deren Reserven nicht unendlich sind und von denen sich die Erzeuger in geopolitischen Situationen finden, die uns nicht besch\u00e4ftigen sollten, ohne daf\u00fcr unn\u00f6tig die Vertriebs- und Versorgungskosten aller Energieformen klettern zu lassen.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Anzahl von Beamten werden durch diese Umschw\u00fcnge ge\u00e4rgert sein, und dann? Sie d\u00fcrfen einfach gehorchen!<\/p>\n<p>Die Finanzwelt, geheimnisvoll und so wenig f\u00e4hig zu wissen, was die Wirtschaft bedeutet, wird sich trotz allem reformieren. Verluste, die wegen einer Entscheidung einer Zentralbank kommen, werden sich mit Gewinnen woanders ausgleichen. Die SNB wird diesen Drachen z\u00e4hmen k\u00f6nnen, wenn notwendig ihm sogar sehr hohen, negativen Zinsen auferlegen. Auch mit der Einf\u00fchrung von Fristen zwischen nachfolgenden B\u00f6rsen- oder Wechseltransaktionen kann man ungerechtfertigten \u00dcberschw\u00e4nge vermeiden, und dazu wird klar gemacht, dass diese Leute aufh\u00f6ren m\u00fcssen, sich als Orchesterdirigent zu glauben. Ihrerseits werden die Pensionskassen, und ihre Versicherten, aufh\u00f6ren sollen, Ertr\u00e4ge systematisch f\u00fcr m\u00f6glich zu halten, die dem allgemeinen wirtschaftlichen Fortschreiten \u00fcberlegen sind.<\/p>\n<p>Das Aufwachen ist nicht leicht, aber notwendig.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen, diesen neuen Tag mit einem strammen Fr\u00fchst\u00fcck zu beginnen, mit auf der Men\u00fckarte die Ingredienzen, liberal aber protektiv, die ich Ihnen gerade angeboten habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"Offener Brief\" href=\"http:\/\/blog.mr-int.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Offener-Brief-post-SNB.pdf\">Brief herunterladen (pdf)<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a title=\"Lettre ouverte\" href=\"http:\/\/blog.mr-int.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Lettre-ouverte-post-BNS.pdf\" target=\"_blank\">T\u00e9l\u00e9charger la version fran\u00e7aise (pdf)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry ! this time I had to give preference to a national language.<br \/>\nNach dem Beschluss der SNB, den Mindestkurs des Schweizer Franken aufzuheben, werden manche Illusionen zum Alptraum. 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Bitte anschnallen, und los !<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1010,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"iawp_total_views":5,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[7,5,30],"tags":[],"class_list":["post-1606","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-economy","category-politics","category-society"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1606","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1606"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1606\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1010"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.mr-int.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}